U wie…

U nglaublich tolles Gedicht von Marlies Steiner ❤

Zur Vorgeschichte: Im Zuge des #ABC der #murauerInnen habe ich mich heute im Facebook auf die Suche nach Inspiration gemacht. Soll heißen: I hob um Hüfe gschrian. Und wie das so ist, mit der Hilfe, rechnet frau ja eigentlich nicht damit. Um so schöner, dass sich so viele murauerInnen (jo, a die Unsteirischen) an der Suche nach Zuschreibungen, Bezeichnungen und „typisch weiblichen“ Eigenschaften mit dem Buchstaben U beteiligt haben. Danke.

Und special thanks natürlich an Marlies, die aus den Wortspenden anfoch mir nix dir nix dieses Gedicht gezaubert hat. ❤

Urweib

Braucht ma des Urweib
heute noch?

I sog na,
die Mama sog doch.

Mama, des Urweib
is doch so a Ungustl und Pfustl,
du sogs jo immer, hoit die fern va der,
dei is a unguater Umgang,
sunst host DU is Gscher!

Na Tochter, dei man i net.

Mama des san doch die
unrunden und unterwürfigen,
die unxunden Frauen.
Die, wos dir dei Leben verhauen.
Die nur Trutschn san
und als Freindin nix taugen.

Na Tochter, dei man i net.

Mama, wen manstn leicht,
wer g’hört dazu?

Tochter, die unglaublichen
und unbeugsamen Frauen
wie du.