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Was Schlampen und Schlangen gemeinsam haben? Verdammt viele Buchstaben. Und? Die Tatsache, dass Frauen bei Schimpfwörtern und Tiernamen nicht nur mitgemeint sind. Nein, nicht einmal im Duden.

So weit, so schlecht, so Wörterbuch. Jetzt ist es aber so, dass Worte ja vor allem im echten Leben wehtun. Wie alles, das verletzt.

Sprache ist ein spitzer Gegenstand

Dass ihn so viele Hilflose mit sich herumtragen, macht die Situation nicht besser. Im Gegenteil. Ist jemand nicht in der Lage zu argumentieren, fühlt er sich klein. Doch um in die unterste Schublade zu greifen, braucht es keine Größe. Auch keinen Mut. Nicht einmal Eier. Die kommen erst ins Spiel, wenn es darum geht, sich zu entschuldigen. Aber zurück zum Thema.  

Von Schlampen & Schlangen

Während Schlampen in heimischen Gefilden gerne auch als Luder bezeichnet werden, steigt neben der Population widerwärtig beschimpfter Frauen auch die der Schlangen an. Das gibt zu denken, ja. Tun Sie es.

Sollten Sie im Wald einer Schlange begegnen, bewahren Sie Ruhe. Schlangen greifen nicht grundlos an. Also beschimpfen Sie sie nicht. Geben Sie ihr keine Tiernamen. Sie ist bereits eines.

Liegt es in Ihrer Natur, Frauen als Schlangen zu beschimpfen, kalkulieren Sie Verletzungen ein. Handelt es sich dabei um Ihre eigene Frau, rechnen Sie am Besten mit einem Menschenbiss.

Sagt Ihnen Ihr Instinkt, ausnahmslos von Schlampen ausgenutzt worden zu sein, ordnen Sie sich wahrscheinlich selbst in die Gattung der Kriechtiere ein. In dem Fall empfehlen sich Waldspaziergänge.

Sind sie einer, der Schlampen gerne nach seiner Pfeife tanzen lässt, ist Ihnen sicher auch das Wort Wichser ein Begriff. Wenn nein, schlagen Sie es nach. Ansonsten behalten Sie Ihre Hände am besten bei sich. Und hören Sie auf, sich für einen Schlampenbeschwörer zu halten. Halten Sie lieber den Mund.