Q wie…

Queen of fucking everything

Wir kennen sie alle. Diese eine Frau. Die, die Blicke auf sich zieht, immer ein offenes Ohr hat, ständig auf Erfolgskurs ist, sich nicht bevormunden lässt, Ziele nicht aus den Augen verliert, ihre Kinder nie anschreit, sich nicht unter Wert verkauft, vom Partner auf Händen getragen wird, immer noch in ihr Abschlussballkleid passt, nie vulgär wird, Schneekettenmontage blind beherrscht, eine Granate im Bett ist, Kochbücher selbst schreiben könnte, den Stall ausmistet und grazil dabei wirkt, Komplimente annimmt ohne rot zu werden, Zinssätze im Kopf ausrechnet, bei Verkehrskontrollen durchgewunken wird, ihrer Katze Kunststücke beibringt, für und gegen alles ein Hausmittel weiß, die Faschingskostüme der Kleinen schon im November parat hat, Neid nur aus Fernsehserien kennt, geschminkt ungeschminkt aussieht, stets vor Optimismus sprüht und – no na – selbst bei vierzig Grad im Schatten in einem Erdäpfelsack auf einem Bein hüpfend umwerfend aussehen würde, weil diese eine Frau never ever schwitzen könnte, wie ein Schwein.

Wir kennen sie alle. Diese eine Frau. Die, die wir für andere selbst sind. Weil sie nicht mit unserem Kopf herumlaufen. Nicht unsere Gedanken denken. Nicht glauben können, dass da überhaupt etwas sein könnte, dass sie klein macht. In ihr. Etwas, das dafür sorgt, dass sie sich nicht selbst mit den Augen der anderen sehen kann. Diese eine Frau.